DRAMAZONE - theatrale Gemeinschaft Bad Frankenhausen

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Kooperationspartner der Identitätsspiele

 

 

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#050. IDENTITÄTSSPIELE

Bienvenue à l'Egomusée

 

 

Gastspiel-Info / Technical Rider

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Termine / Besetzung / Videomaterial / Meinungen

 

 

Bienvenue à l'Egomusée! Die Akteure von Dramazone bauen in der Theaterperformance Identitätsspiele ein fiktives Freilichtmuseum auf: Das Egomusée. Dieses Museum widmet sich gescheiterten Identitäten und missglückten Persönlichkeiten aus dem frühen 21. Jahrhundert. Lernen Sie in individuellen und liebevoll geleiteten Führungen berühmte Personen der Jahrhundertwende kennen, erfahren Sie von deren Alpträumen, Hoffnungen und Wunschbildern.
Wenden Sie außerdem Ihr neu erlangtes Wissen im technisch gut ausgestatteten Bildungszentrum an - am Beispiel einer Probandin/eines Probanden, der von den Akteuren des Egomusées mit bestem Wissen und Gewissen für ein Persönlichkeitsexperiment ausgewählt wurde. Am Ende dieses Experiments steht ein Versprechen: Sie werden erlernen, glücklich und perfekt zu sein! (Oder?)

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Termine

Im Moment gibt es keine weiteren geplanten Aufführungen.

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Besetzung

Von und mit Sarah Al Doyaili, Sascha Förster, Malte van Haastrecht, Rosalin Hertrich, Christian Müller, Franziska Ruhl, Carolin Schneider

Special Guest Rita Belle Kowalsky

Bühne, Kostüm & Video Dramazone

Mit Dank an Festivalteam von ARENA... der jungen Künste 2009, Romy Albrecht, Fred Böhme, Stephanie Boniberger, Wolfgang Horn, Daniela Kraft/Kyffhäusersparkasse, Dorothea Schmans, Matthias Strejc, Dagmar Wittmann - sowie unserem Testpublikum und allen Kleider-Spendern

Uraufführung 16. Oktober 2009, Experimentiertheater Erlangen

Weitere Aufführungen Juli 2009, Offene Proben, ARENA-Festival Erlangen / Mai 2010, Panorama Museum Bad Frankenhausen

 

Kooperation mit

ARENA... der jungen Künste 2009

 

Gefördert durch

Kulturstiftung des Freistaases Thüringen

und die Stadt Bad Frankenhausen

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Videomaterial

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Meinungen

Malte van Haastrecht ist in Identitätsspiele Malte von Haastrecht und wie die anderen Mitwirkenden führt auch er das Publikum in der offenen Probe durch eine Ausstellung über sich selbst. Darin findet sich noch viel schöneres Beweismaterial vergangener Fehltritte als auf irgendwelchen blöden Partybildern: Malte zeigt uns eine alte Young Miss, in der er 20jährig mal eine Kontaktanzeige aufgegeben hatte, weil’s auf dem herkömmlichen Weg nicht so mit den Mädels geklappt hat. Damit verweist Identitätsspiele auf die Abgründe, die im Leben oft mal zwischen persönlichen Wunschvorstellungen und Wirklichkeit liegen. Woher kommen diese Wunschansprüche an meine eigene Identität? Will ich so sein, weil mir die Gesellschaft diktiert, dass ich um jeden Preis ein außergewöhnliches Individuum sein muss? Warum reise ich eigentlich mit dem Rucksack quer durch Südostasien? Von der Masse hebe ich mich damit nicht mehr ab. [...] Die Identitätsspiele sind nämlich nicht nur sehr kurzweilig und sehenswert, sondern ordentlich interaktiv!

Anna Schleinzer, Bayern 2 Zündfunk

 

Rosalin H. sitzt uns dabei selbst gegenüber und lächelt, als wir ihr einen Carsten oder Torsten präsentieren, den sie in der Arktis treffen wird, bevor er ihre eine Performance zum Thema "Umweltfreundliches Partyfeiern" finanziert. Und die Reise durch verschiedene Identitätsentwürfe fängt gerade erst an: In einer WG-Küche trinken wir imaginären Rotwein, während über Namen von Verflossenen diskutiert wird, und gleich nebenan dürfen wir einen Kindergeburtstag feiern. [...]

Hier präsentiert sich nämlich die Unmöglichkeit von Identität mit einem kleinen Lächeln: Wenn eine Gruppe einander fremder Menschen über die Lebensentscheidungen eines anderen diskutiert, wenn Eigenschaften dieses anderen festgeschrieben werden, Regeln ergeben für geplantes Handeln, wenn die Person zur Schablone wird für ein Spiel - dann führen wir unsere eigenen Subjektbilder ad absurdum.

Und dieses Spiel ist immer spannend.

Rebekka Knoll, ARENA Spots 2

 

Heute heiße ich Stefan, mit zweitem Namen Michael - nach dem biblischen Erzengel, wie Franziska R. nach dem Blick in ihr Namensbuch zu erklären weiß. [...]

Vielleicht bin ich aber auch ein perfektionistischer Kontrollfreak und betreibe Nachforschungen über Sascha Förster, den Guru der perfektionistischen Kontrollfreaks. So ganz habe ich mich in seine Gedankenwelt noch nicht eingefunden, in meinem Arbeitsplan klaffen Lücken. [...]

Aber die Möglichkeiten bleiben. Möglichkeiten für neue Geschichten, neue Identitäten. Vor kurzem las ich darüber, wie sich die Synapsen in unserem Gehirn ständig neu verknüpfen, neue Brücken bilden, sich neu definieren und uns selbst neu erschaffen. Wenn die Identität ein zeitloser Rohbau ist, hat Dramazone das passende Werkzeug gefunden, um ihn zu bearbeiten.

Stefan Winter, ARENA Spots 3

 

Identitätsbildung ist ein Prozess ständiger Verwirrung. Dramazone sieht sich in der Verantwortung, ihr Publikum aus dieser Ungewissheit zu befreien. [...]

Auf diese vertreulichen Runden folgen gemeinsame Treffen der Gruppen im Foyer der Ausstellungsräume. In diesen Teilen des Stücks wird mit der einfühlsamen Erzählweise gebrochen. Bemüht, den Komplex Identität aus einer übergeordneten Perspektive zu reflektieren, führen Dramazone die Kunstfigur Rita in das Geschehen ein. Jeder der vier Akteure wird im Laufe des Stücks einmal in diese Rolle schlüpfen, währen die Anderen daran arbeiten, ihr zu einer besseren Identität zu verhelfen. Rita entwickelt sich Schritt für Schritt von der Karikatur zu einer normal sozialisierten Frau.

Linda Vogt, ARENA Spots 4

 

Da wird im Max-Mustermann-Centrum viel versprochen. Eine neue Identität soll generiert werden, nicht nur für Rita Belle Kowalsky, die auszeichnet, dass sie in der Agentur für Arbeit schneller tippen kann als ihre Kolleginnen, nein der Zuschauer selbst soll von seinen eigenen Identitätsproblemen befreit werden – auch wenn er von diesen bislang nichts wusste. […] In der gut zweistündigen Performance sind die Zuschauer von Anfang an beteiligt, beschäftigen sich unter anderem mit Malte van Haastrechts Kindheit […] Ab und zu findet sich die Zuschauer- und Performancegemeinde zur Stuhlkreisrunde zusammen. Es gilt ja weiterhin Rita Belle Kowalsky, einer "gescheiterten Persönlichkeit" im Stile der Menschen bei RTL-Sendungen wie "Raus aus den Schulden", eine völlig neue Identität zu verpassen. Am Ende wird sie in eine Corsage gequetscht, bekommt einen Crashkurs zum Thema "Wie finde ich Freunde?" und wer will kann sich mit ihr fotografieren lassen. Das Abziehbild der neuen Identität kann sich dann jeder mit nach Hause nehmen.

Julius Brockmann, Erlanger Nachrichten

 

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