DRAMAZONE - theatrale Gemeinschaft Bad Frankenhausen

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#044. PROKLAMATION DER HEIMATA

Ein heimatlicher Gesangs- und Lektüreabend

 

 

_Proklamation der Heimata_

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Besetzung / Videomaterial / Bildmaterial / Meinungen

 

 

Shortlist Jurypreis Theaterfestival ARENA... der jungen Künste 2008 Erlangen

 

Wir, die theatrale Gemeinschaft Dramazone, laden in unserer Performance Proklamation der Heimata recht herzlich an den Konferenztisch. In Zeiten steter Hektik und immer währenden Drucks auf den Einzelnen wollen wir Heimat als Idee von Kraft- und Ruheressort auf den Grund gehen. Jeder Performer hat seinen Teil der Tafel mit persönlichen Gegenständen bestückt und somit eine „Heimat“ aufgebaut. Dieser Tisch mahnt gleichsam an die Tafelrunde, den Ort einer Gemeinschaft. Wir haben ein klares Ziel: Ein bisschen Wärme in diese kühle, anonyme Welt bringen. Für einen Abend wollen wir mit Ihnen gemeinsam eine Heimat aufbauen.
Dafür haben wir uns Texte schreiben lassen, die szenisch präsentiert werden. Dazwischen gibt es Performance-Teile, in denen wir aktiv werden wollen, für jeden Abend neu eine Gemeinschaft zu erschaffen. In seinem Text für diese Performance schreibt Christoph Macha „Ja. Heimat ist heimelig.“ In diesem ersten Heimat-Projekt einer größer angelegten theatralen Serie wollen wir darin einen Ansatzpunkt finden und uns mit dem emotionalen Gefühl hinter Heimat auseinandersetzen. Es soll uns nicht um einen konkreten Heimatort gehen, sondern darum, inwiefern Heimat eine emotionale Bindung ist; wie Heimat von Erinnerungen und Freunden, von Liebe abhängig ist. Wo ist unter solch einem Gesichtspunkt Heimat zu finden? Gehört es möglicherweise zum Erwachsenwerden dazu, seine Heimat zu verlieren und eine neue gründen zu müssen? Oder spricht gerade dieses Erwachsenwerden gegen ein Heimatgefühl? Maurits Adam schreibt, dass „es sich Kinder sogar richtig einfach [machen], indem sie ihre neue Umgebung zu ihrer eigenen kleinen, magischen Welt machen“. Wir können versuchen, uns selbst wieder kindlichen Gefühlen zu ergeben und anhand des theatralen Spiels solch eine magische, heimelige Heimat mit Ihnen zu behaupten.

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Besetzung

Von und mit Sarah Al Doyaili, Annika Böttcher, Sascha Förster, Carolin Schneider, Anika Uthleb

Mit Texten von Maurits Adam, Kristin Flade, Christoph Macha und Schülern des Kyffhäuser-Gymnasiums Bad Frankenhausen

Bühne, Kostüm & Video Dramazone

Choreografie Mirjam Grahmann

Sound Design Maurits Adam

Besonderer Dank gilt Salam Al Doyaili (Schwäbisch Hall), Michael Bickelhaupt, Fred Böhme, Heidi Förster, Plop – das musikalische Theaterprojekt

Mit Dank an Angela Al Doyaili, Kerstin Axthelm, Anke Ballhause, Luise Förderer, Axel Förster, Christian Lörke, Madlen Nawrodt, NP-Markt Bad Frankenhausen, Michael Nüßler, Elias Riedel, Christoph Siegel, Helga Schreiber, Daniel Steig, Margit Uthleb, Christa Wahrenholz

Premiere 29. September 2007, Panorama Museum Bad Frankenhausen

Weitere Aufführungen Juni 2008, Rathaussaal Bad Frankenhausen / Juni 2008, ARENA-Festival Erlangen

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Videomaterial

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Bildmaterial

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_Proklamation der Heimata_Proklamation der Heimata_Proklamation der Heimata_Proklamation der Heimata_Proklamation der Heimata

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Meinungen

Das Programm ist so bunt wie das Konfetti, das im Laufe des Abends geworfen wird: Tanzeinlagen, emotionale Gedichte und Erinnerungsstücke, Liedbeiträge und Videokonferenzen ins Nebenzimmer reihen sich aneinander. Jedes ist eine Liebeserklärung an den langjährigen Wohnort. Geprobt oder improvisiert, das wortgewandte Quartett harmoniert und verliert dabei nie den Draht zum Publikum.

Katja Zeidler, Thüringer-Allgemeine

 

Ein weiterer Höhepunkt folgte mit der Performance-Premiere von 'Proklamation der Heimata' der freien Theatergruppe DRAMAZONE, die eine engagierte, vor Fabulierlust nur so sprühende Aufführung präsentierten.

Fred Böhme

 

Die Vorstellung beginnt damit, dass die Darsteller ins Publikum springen und wild mit den Armen rudernd durch den Saal tanzen. Einige Zuschauer lachen, andere sind sichtlich irritiert. Vermutlich haben sie sich das ganze etwas anders vorgestellt. Aber wir sind hier bei Dramazone, und Dramazone macht kein Langeweiletheater. Um genau zu sein: Dramazone performt.

Katja Zeidler, Cab2Canada.de

 

Die AkteurInnen setzen die ZuschauerInnen ganz bewusst der Problematik aus, die ein zum Klischee verkommene Idee wie Heimat birgt. Plastikbäume repräsentieren das Naturidyll, in Plastikfolie eingeschweißte Ginkoblätter garantieren Authentizität. In einem meditativ angehauchten Versuch soll Heimat vor dem inneren Auge visualisiert werden. Resultat der harmonischen Besinnlichkeit ist ein Bild, das Beschränkung und Ausweglosigkeit erahnen lässt. [...] In der Performance werden die vom Publikum zu Beginn selbst bedienten Klischees, die Heimat betreffen, hinterfragt und dekonstruiert. Wie sehr dies gelungen ist, zeigte die sich anschließende lebhafte Diskussion.

Linda Vogt, ARENA Spots 2008 2

 

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Foto Kopfzeile: Oliver Storch